aktuelle Ausgabe

14. Oktober 2015
Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar

Konfessionelle Propaganda des 16. Jahrhunderts

Das 16. Jahrhundert wird in der Forschungsliteratur häufig als das »Zeitalter der Konfessionalisierung« bezeichnet, um die mitunter gewaltsamen Entwicklungen der geistigen und organisatorischen Verfestigung der seit der Glaubensspaltung auseinanderstrebenden christlichen Bekenntnisse zu beschreiben. Diese inneren wie äußeren Konsolidierungsprozesse der Konfessionsbildung, die sich parallel im Katholizismus, Luthertum und Calvinismus vollzogen, erfolgten nicht nur auf den diskursmächtigen Ebenen von Religion und Politik, sondern durchzogen auch die Künste.

Diese konfessionsspezifische Funktionalisierung der Künste entwickelte in der Zeit der Glaubenskriege eine komplexe Eigendynamik, die in der interdisziplinär ausgerichteten Tagung »Bild, Musik, Text. Konfessionelle Propaganda des 16. Jahrhunderts« vom 20.–21. November 2015 im Zentrum der Diskussion stehen soll. Die Referate widmen sich dabei ausgewählten medialen Inszenierungsfeldern konfessionsbezogener Kunst wie beispielsweise protestantischen Bildtraditionen oder genuin lutherischer Literatur, innerhalb der konversions- und bekenntnisgeleitete Reflexionen aufzuspüren sind.

Das Programm der in Sondershausen stattfindenden Tagung können Sie hier herunterladen.





»Bild, Musik, Text«
© HfM Weimar