THEMA: MUSIK UND FRIEDEN IN DER FRÜHEN NEUZEIT

aktuelle Ausgabe

14. Juni 2020
Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik

Musik in Corona-Zeiten

Seit April 2020 forschen internationale Wissenschaftler mittels Online-Umfragen zu dem Forschungsprojekt »Music Use in the Time of Corona«. Die Forschungsgruppe um Melanie Wald-Fuhrmann, Lauren Fink (beide Frankfurt a. M.), Niels Chr. Hansen (Aarhus), Lindsay Warrenburg (Boston), Claire Howlin (Dublin), und Will Randall (Jyväskylä) dokumentiert dabei den kreativen Umgang mit Musik – insbesondere Musikpraxis – in Krisenzeiten. Die temporäre Schließung von Clubs bis hin zu Konzerthäusern, die vielerorts eine kulturelle Brache hinterlassen haben, lässt viele Akteure neue Wege finden, um trotz räumlicher Distanz einen künstlerischen Austausch gewährleisten zu können. (Nicht gänzlich) neue Formate wie beispielsweise sog. Wohnzimmerkonzerte treten dabei ebenso in den Vordergrund, wie die Verwendung technischer Hilfsmittel essenziell wird. Diese neue, globale agierende Art der Konnektivität und Kollektivität wird durch die neu konzipierte Online-Studie der Forschenden untersucht. Hierbei ist auch die Krisenbewältigung durch Musikhören und Musizieren eine zentrale Fragestellung. Ausgehend von dieser Studie ist es ein besonderes Anliegen der Initiatoren um Melanie Wald-Fuhrmann und Niels Chr. Hansen, ein interdisziplinäres wie globales Netzwerk von Forscherinnen und Forscher aufzubauen, die ähnliche Studien konzipieren – um eine globale Herausforderung auch global anzugehen. Weitere Informationen unter https://www.aesthetics.mpg.de.

[Virginia Flohr]