aktuelle Ausgabe

8. November 2016
Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar

Musikalische Blicke auf Mendelssohn

Im Mittelpunkt eines seit Oktober 2016 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes stehen rund 70 Kompositionen, die dem Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) »freundschaftlich« oder »verehrungsvoll« gewidmet worden sind. Unter der Projektleitung von Prof. Dr. Christiane Wiesenfeldt (Direktorin des Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena) geht Projektmitarbeiter Maximilian
Rosenthal M.A. in dem dreijährigen Forschungsvorhaben der Frage nach, welche »Facetten kompositorischer Reflexion« – so der Titel – sich in den Widmungswerken zeigen und was diese über das zeitgenössische Mendelssohn-Bild aussagen.

Über Erkenntnisse zur kompositorischen Reflexivität des Mendelssohn’schen Schaffens hinaus verspricht das Projekt Einblicke in Zusammenhänge des sozialen und historischen Umfelds Mendelssohns. Zum einen muss als Voraussetzung für den werkanalytisch orientierten Teil das Widmungsnetzwerk rekonstruiert werden. Zum anderen steht das Phänomen der Widmung als öffentliche Handlung stets einem Rezipientenkreis gegenüber. An Diskurssträngen in zeitgenössischen Medien soll zudem geprüft werden, wie sich die rezeptionssteuernde Wirkung von Widmungsphänomenen konkret niederschlägt

Weitere Informationen unter www.hfm-weimar.de.





Widmet sich den Widmungen:
Max Rosenthal

© Christian Bartle