aktuelle Ausgabe

11. November 2018
Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar

Neues DFG-Forschungsprojekt: »Das Liszt-Bild in der zeitgenössischen Musikpublizistik«

Am 1. November startete das erste Weimarer Forschungsprojekt, das sich explizit dem Namenspatron der HfM Weimar widmet.
Das DFG-Forschungsprojekt wird unter der Leitung von Prof. Dr. Christiane Wiesenfeldt von Projektmitarbeiterin Ulrike Roesler M.A. bearbeitet und hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Mithilfe eines rezeptions- und diskursanalytischen Ansatzes der musikpublizistischen Forschung soll das Projekt ein quellenfundiertes Gegengewicht zu der in der Forschung bisweilen überbetonten Selbstinszenierung Liszts bilden und zugleich den Fokus auf zwei Rezeptionsstränge legen: die »Lebensbilder« und die »Künstlerbilder«.
Beide Stränge sollen zunächst für sich genommen dokumentiert, interpretiert und abschließend als Aspekte einer umfassenden musikpublizistischen Diskursgeschichte wieder zusammengeführt werden. Die Methode bietet die Chance, Liszts Rezeption nicht im Sinne von 'wahr oder falsch' biographisch interpretieren zu müssen und gestattet zudem, Abstand von verengenden Polaritäten wie 'Virtuose versus Künstler' oder 'neudeutsche versus absolute Musikästhetik' zu gewinnen.

Durch Einbezug von Biographien, Musiklexika, Fachbüchern und einem breiten Panorama der musikalischen Fachzeitschriften soll ein Spektrum gewonnen werden, das das Publikationsnetzwerk um Liszt verdeutlicht und auch anonym bleibenden Gelegenheitsrezensenten und Korrespondenten Raum gibt.

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Das Liszt-Bild in der zeitgenössischen Musikpublizistik
© Susanne Tutein