THEMA: MUSIK UND FRIEDEN IN DER FRÜHEN NEUZEIT

aktuelle Ausgabe

6. November 2019
Berlin - Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Podiumsdiskussion mit Konzert – Leo Kestenberg, die preußische Bildungspolitik und die Künste

Die Berufungen Franz Schrekers zum Direktor der Hochschule für Musik und Arnold Schönbergs zum Leiter einer Meisterklasse an der Akademie der Künste zeigen dies ebenso wie die Einführung von Kunst und Musik als den wissenschaftlichen gleichberechtigte Schulfächer in den Bildungskanon von Gymnasien. Leo Kestenberg war einer der zentralen Motoren dieser Politik für Kunst, Kultur und Moderne, die die Republik bis 1932 prägte. Für Vieles, was er umsetzen konnte, nutzte er die Dynamik der neuen Staatsform genauso wie bildungs- und kulturpolitische Strukturen, die der preußische Staat bereits vorher aufgebaut hatte. Angesichts der aktuellen Debatten über die Kultur- und Bildungspolitik sowie die Künste ist es an der Zeit, sich nicht nur der Errungenschaften Kestenbergs zu erinnern: Man sollte sie aus der engeren musikpädagogischen Perspektive heraus und vor den breiteren Horizont einer Debatte über die Bedingungen der preußischen Bildungspolitik und ihres Verhältnisses zu den Künsten insgesamt rücken.
Anlässlich dessen findet am 14. November, gemeinsam gestaltet von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der UdK, eine Podiumsdiskussion mit Konzert statt.

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Leo Kestenberg am Klavier
© BBAW