aktuelle Ausgabe

9. Dezember 2015
Universität Leipzig

Selbstspielende Instrumente aus Leipzig

Anlässlich des 1000. Jubiläums der Stadt Leipzig möchte das Musikinstrumentenmuseum mit einer ungewöhnlich großen Sonderausstellung über zwei Etagen auf eine heute vergessene Facette der Stadtgeschichte hinweisen. Denn um 1900 war Leipzig das Weltzentrum für den Bau selbstspielender Instrumente. Als nach 1900 das selbstspielende Klavier ganz groß in Mode kam, entstanden in Leipzig Fabriken mit tausenden Arbeitsplätzen und lieferten die begehrten Automaten in alle Welt.

Von den insgesamt ca. 100 ausgestellten Exponaten sind viele an jedem Nachmittag klingend zu erleben. Zu den Highlights zählen die kleinste und größte Leipziger Platten-Spieldose, ein Happy-Jazz-Orchestrion, also ein Selbstspiel-Klavier mit automatischem Schlagzeug, sowie die VIOLINA von Hupfeld: Für diese selbst spielende Geige gab es den Grand Prix zur Weltausstellung in Brüssel 1910.

Noch bis 31. Januar 2016 täglich nachmittags (immer 13, 14, 15 und 16 Uhr) sind sie live zu erleben: Kuriose Lochplatten-Geräte, selbst spielende Klaviere oder Zithern und sogar eine automatische Geige!

Weitere Informationen unter mfm.uni-leipzig.de.





Weltweit gefeiert: VIOLINA von Hupfeld
© Uni Leipzig