aktuelle Ausgabe

30. März 2015
Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar

Symposium zu Eduard Lassens Faust op. 57

Noch in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts galt der einstige Weimarer Hofkapellmeister Eduard Lassen (1830–1904) in der Musikwelt wie der Bühnenpraxis als einer der wegweisenden Komponisten deutscher Schauspielmusik. Namentlich seine Musik zur ersten Gesamtaufführung beider Teile des Goethe’schen Faust im Jahre 1876 machte international Furore. Bevor der Komponist durch die Nationalsozialisten von den Spielplänen verdrängt wurde, war dieses Werk bis ins 20. Jahrhundert in zahlreichen Inszenierungen erklungen.

Ausgehend von neuen Forschungsergebnissen initiiert das Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena gemeinsam mit dem Theater Rudolstadt eine konzertante Wiederaufführung, die abseits der ausgetretenen Pfade des heute gebräuchlichen Repertoirekanons eine ungewöhnliche ästhetische Grenzerfahrung zwischen Schauspiel, Musikdrama und Konzert verspricht.

Die Konzerte finden am 17. und 18. April 2015 in Saalfeld und Rudolstadt statt.

Zugleich lädt das Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena am 18. April 2015 von 10–14 Uhr zu einem Symposium ein, um über den Entstehungshintergrund, die einmalige Rezeptionsgeschichte sowie die aufführungspraktischen Herausforderungen des Werkes öffentlich zu diskutieren.

Weitere Informationen unter www.hfm-weimar.de.





Wissenschaftliche Leitung: Prof. em. Dr. Detlef Altenburg
© HfM Weimar