aktuelle Ausgabe

27. Mai 2015
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

TroJa-Kolloquium 2015

Der Musik kam innerhalb der europäischen Expansion und speziell der Missionierung Mittel- und Südamerikas eine zentrale Rolle zu, allerdings sind auch umgekehrte Einflüsse erkennbar, die speziell für die frühe Zeit des 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts eher selten thematisiert werden. Das am 25. und 26. Juni 2015 in der Abteilung Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz stattfindende »TroJa-Kolloqium« widmet sich verschiedenen Fragen der Quellenüberlieferung des 16. und frühen 17. Jahrhunderts sowie der darin abgebildeten Transfer- und Austauschprozesse. Dabei wird die Beschaffenheit umfangreicher Bestände (Mexico und Guatemala City) vergleichend in den Blick genommen und durch methodische Zugänge zur Rekonstruktion weitgehend verlorener Repertoires (Brasilien) ergänzt.

Weiterführend wird auch die Relevanz von bildlichen Quellen sowie die Schwierigkeit im Umgang mit zeitgenössischen Berichten über die Musikpraxis in der Mission thematisiert. Die europäische Rezeption und Weiterentwicklung dieser Situation im Sinne eines kulturellen Austauschs wird daran unmittelbar anknüpfend anhand der innereuropäischen Mission sowie der Aufnahme lateinamerikanischer Elemente im höfischen Tanz zu verfolgen sein.

Weitere Informationen unter www.troja-online.eu





Vokalpolyphonie zwischen Alter und Neuer Welt
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