aktuelle Ausgabe

21. September 2018
Staatsarchiv Leipzig

Verbesserung der Benutzbarkeit des Bestands 21081 Breitkopf & Härtel und neue Funde

Anfang September 2018 konnte die im März 2017 begonnene technische Bearbeitung der Geschäftskorrespondenz von Breitkopf & Härtel aus den Jahren 1910 bis 1935 abgeschlossen werden. Die Korrespondenzablage wurde vom Leipziger Unternehmen jahrgangsweise angelegt, innerhalb des Jahrgangs alphabetisch nach Korrespondenzpartnern. Diese Unterlagen sind nun deutlich besser benutzbar. Dazu gehören unter anderem umfangreiche Korrespondenzen mit Musikverlagen und -handlungen im europäischen Raum (z. B. Franz Bard, Budapest oder Costallat & Cie, Paris). Im Zuge der Bearbeitung wurden auch ausführliche Briefwechsel mit Einzelpersonen ermittelt, beispielsweise dem Künstler Sascha (Alexander) Schneider, dem Publizisten Paul Graf von Hoensbroech und dem Komponisten Carl Debrois van Bruyck.
Eine Überraschung bot eine Kiste mit Dokumenten aus dem Buchstabenbereich "W" im Jahrgang 1934. Dort befanden sich auch einzelne Briefe von Max Klinger und Arthur Nikisch, fünf Briefe bzw. Postkarten von Max Reger sowie mehrere Briefe von Albert Schweitzer, letztere mit Bezug auf Schweitzers bei Breitkopf erschienene Bach-Biographie. Die Bearbeitung führte auch zu Ergänzungen bei bereits in den 1980er Jahren zu Einzelpersonen angelegten Korrespondenzakten, z. B. zu Mary Wurm oder Hermann Zilcher.

Die verbesserten Verzeichnungsangaben sind bisher nur zum Teil über die Online-Recherche des Sächsischen Staatsarchivs (siehe die hiesige Meldung vom 28. Februar 2018) zu ermitteln. Vor einer Direktbenutzung in Leipzig wird daher die Kontaktaufnahme mit dem Staatsarchiv Leipzig (E-Mail: poststelle-l@sta.smi.sachsen.de) empfohlen.

Weitere Informationen entnehmen Sie der Website.





Brief von Max Reger
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