THEMA: MUSIK UND FRIEDEN IN DER FRÜHEN NEUZEIT

aktuelle Ausgabe

23. März 2021
Musikhochschule Lübeck

Neue Impulse für den Joseph Joachim-Schwerpunkt

Joseph Joachim, einem der bedeutendsten Musiker des 19. Jahrhunderts, ist am Brahms-Institut der Musikhochschule Lübeck ein Teil der Forschung und Sammlung gewidmet. Dieser Schwerpunkt erhält nun neue Impulse: Eine faszinierende Bildskulptur gelangte als Schenkung der Urenkelin Joachims, Margarethe Stock, nach Lübeck. Das Gips-Relief mit Kupferüberzug zeigt den Geiger an seinem beeindruckend plastisch herausgearbeiteten Instrument. Zudem konnte das Brahms-Institut ein Konvolut mit 18 bisher unbekannten Briefen und Albumblättern erwerben. Es umfasst private und geschäftliche Korrespondenz, unter anderem an Theodor Fürchtegott Kirchner und Florence May. Besonders interessant ist ein Albumblatt aus dem Jahre 1884, auf dem Joachim, bekanntlich ein Pionier für die Wieder-Entdeckung von Bachs Solo-Violinwerken, Takte aus dem »Largo ma non tanto« (BWV 1043) von Johann Sebastian Bach zitiert. Der 24-jährige Musikwissenschaftler Christoph Arta hat gerade seine Tätigkeit als Volontär und Doktorand am Brahms-Institut aufgenommen. In seiner Dissertation wird er Joachims Wirken an der Schnittstelle von Hochschulwesen, Konzertorganisation, Komposition und Interpretation erforschen mit einem Schlaglicht auf die bis heute nachwirkenden Strukturen des damaligen Musiklebens. Den am Brahms-Institut digitalisierten Teilnachlass Joseph Joachims finden Sie auf der Website.





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