Thema: HEIMAT? – MUSIKPRAXIS IN OSTASIEN

DIE TONKUNST, Januar 2012, Nr. 1, Jg. 6 (2012), 144 Seiten

In Heft 1 des Jahrgangs 2012 versammelt DIE TONKUNST Beiträge einer internationalen musikwissenschaftlichen Tagung »Rezeption klassischer Vokalgattungen der 1910er bis 1930er Jahre«, die im September 2010 im Institut für Musikforschung der Universität Würzburg stattfand. Ziel der Arbeitstagung war die systematische Fokussierung ausgewählter Vokalgattungen und ihrer Rezeption in den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts. Begann sich dort vor allem eine Ausdifferenzierung kompositorischer Schulen und Stile abzuzeichnen, so blieb die Frage nach Bedeutung und Struktur ihrer Vergangenheitsbezogenheit bislang weitgehend unbeachtet. Dabei ermöglicht die Konzentration auf »klassische« Gattungen zugleich, die Tauglichkeit von vorherrschenden musikhistoriographischen Vorstellungen von Historizität zu hinterfragen. In einer Zeit, in der die Auseinandersetzung der historischen Musikwissenschaft mit der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts kaum hinreichende methodische Konzepte vorweisen kann, erscheint dies umso notwendiger. Renommierte Fachvertreter aus Gattungs- und Rezeptionsforschung aus der Schweiz, Großbritannien und Deutschland widmen sich ausgewählten Gattungen und deren Rezeption.


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