Thema: JOACHIM RAFF. ZEITGEIST UND WELTGEIST

DIE TONKUNST, April 2019, Nr. 2, Jg. 13 (2019), 128 Seiten

Wie manifestiert sich musikalisches Wissen? Wie kann es abgerufen werden? Und auf welche Art und Weise wird dieses Wissen im Speicherungsprozess transformiert? Das April-Heft der TONKUNST rückt musikalische Wissensspeicher in den Fokus, die neben Musikhandschriften, -drucken oder Partituren im Verlauf der Musikgeschichte zur Festigung, Speicherung und Vermittlung von musikbezogenem Wissen Bedeutung erlangten: Archive und Sammlungen, Musikinstrumente und die verkörperten Erfahrungen der Aufführenden, das Klangereignis selbst oder auch Operninhalte können Mittler historischen Wissens über Musik sein. Auch der architektonische Raum ist als Speichermedium erforderlicher Spielpraktiken, -positionen und akustischer Bedingungen zu verstehen. Schließlich ermöglicht und befördert auch das Schreiben über Musik nicht nur das Wissen über Musik, sondern speichert und bildet es ab. Ein besonderes Anliegen des Themenheftes ist es, den wissenschaftlichen Diskurs eng mit der in der Praxis gemachten Erfahrung und dem dort umgesetzten Wissen zu verzahnen.


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