Thema: MUSIKWETTBEWERBE IM 19. JAHRHUNDERT

DIE TONKUNST, April 2021, Nr. 2, Jg. 15 (2021), 116 Seiten

In der jüngsten Vergangenheit haben sich in der rechtsextremen Szene antisemitische, xenophobe und rassistische Haltungen deutlich radikalisiert und wurden u. a. durch die Einbindung von Musik enttabuisiert. Wesentlich dafür ist die Pluralisierung der Stile, so dass einerseits nicht mehr nur von einer ›szenetypischen‹ Musik zu sprechen ist, andererseits Mainstream-Kulturen (z. B. Filmmusik) eingebunden und umgedeutet werden, so dass eine komplexe Gemengelage vorliegt. Ebenso hat der Aufbau internationaler Netzwerke rechtsextremer Gruppierungen im Internet zugenommen. Das April-Heft der TONKUNST nimmt diese Verbreitung von Hass, Verschwörungstheorien, Gewaltpropagierung und Ausgrenzung über Musik und ihre Medialisierung in den Blick. Die Beiträge aus Musikwissenschaft und -pädagogik, Politik-, Sozial- und Kulturwissenschaft sowie der Antisemitismusforschung widmen sich der neuen musikalischen Funktionalisierung. Neben Gattungen wie Rap, Pop, Neofolk, Fashwave und Coronawave werden Präventionsmaßnahmen in Schule oder kultureller Bildung thematisiert.


Unterstützt durch:
Weitere Ausgaben

April 2025
POPULAR MUSIC AND MUSICAL NOTATION
Januar 2010
DER MUSIKSALON
April 2013
1913
April 2007
Unsere Nummer 2
Oktober 2014
KOMPONISTENWITWEN
Oktober 2024
EXIL KOMPONIEREN – RUTH SCHONTHAL
Oktober 2023
MUSIK UND DEMOKRATIE
^