Thema: HEIMAT? – MUSIKPRAXIS IN OSTASIEN

DIE TONKUNST, April 2021, Nr. 2, Jg. 15 (2021), 116 Seiten

In der jüngsten Vergangenheit haben sich in der rechtsextremen Szene antisemitische, xenophobe und rassistische Haltungen deutlich radikalisiert und wurden u. a. durch die Einbindung von Musik enttabuisiert. Wesentlich dafür ist die Pluralisierung der Stile, so dass einerseits nicht mehr nur von einer ›szenetypischen‹ Musik zu sprechen ist, andererseits Mainstream-Kulturen (z. B. Filmmusik) eingebunden und umgedeutet werden, so dass eine komplexe Gemengelage vorliegt. Ebenso hat der Aufbau internationaler Netzwerke rechtsextremer Gruppierungen im Internet zugenommen. Das April-Heft der TONKUNST nimmt diese Verbreitung von Hass, Verschwörungstheorien, Gewaltpropagierung und Ausgrenzung über Musik und ihre Medialisierung in den Blick. Die Beiträge aus Musikwissenschaft und -pädagogik, Politik-, Sozial- und Kulturwissenschaft sowie der Antisemitismusforschung widmen sich der neuen musikalischen Funktionalisierung. Neben Gattungen wie Rap, Pop, Neofolk, Fashwave und Coronawave werden Präventionsmaßnahmen in Schule oder kultureller Bildung thematisiert.


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