Thema: KIRCHENMUSIK IM OSTSEERAUM UM 1700

DIE TONKUNST, Juli 2027, Nr. 3, Jg. 21 (2027)

Kompositorische Rezeption ist ein vielversprechender, aber kaum ausreichend systematisch untersuchter Bereich der musikalischen Rezeptionsforschung. Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wie präexistentes musikalisches Material aufgenommen, verwandelt und in neue Kontexte gestellt wird. Wo verläuft die Grenze zwischen passivem, unbewusstem Einfluss und aktiver, produktiver Rezeption? Mit welchen analytischen Ansätzen lassen sich derartige Prozesse fassen, und welche Rolle spielen dabei unterschiedliche schriftliche und musikalische Quellen? Welche musikalischen Phänomene lassen sich überhaupt als kompositorische Rezeption bezeichnen? Wie wirken sich bewusste Übernahmen und Anverwandlungen auf Dimensionen von Autorschaft und Individualität aus, wie auf Perspektiven der Traditionsbildung und kompositorischen Genealogie? Solchen Fragen gehen die Beiträge im Juli-Heft der TONKUNST nach. Sie werfen ein kritisches Licht unter anderem auf die Rezeption von Beethoven bei Ives sowie vermeintliche oder tatsächliche Reflexe von Tschaikowsky bei Elgar, Rachmaninow und Schostakowitsch.

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KIRCHENMUSIK IM OSTSEERAUM UM 1700
KOMPOSITORISCHE REZEPTION
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