Oktober 2027
SYMPHONISCHE DICHTUNG
DIE TONKUNST, Oktober 2027, Nr. 4, Jg. 21 (2027)
Eine der zentralen Gattungen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der sich das Oktober-Heft der TONKUNST widmet, ist nach wie vor ein Desiderat interdisziplinärer Forschung. Während die historischen Randverläufe der »Neudeutschen Schule« vielfach kartiert wurden, fehlt es oft an synoptischen Betrachtungen, die musiktheoretische Binnenlogik, quellenkritische Fundierung und kulturwissenschaftliche Sujetforschung zusammendenken. Die Symphonische Dichtung ist nicht isoliert als werkgeschichtliches Phänomen, sondern als Schnittstelle unterschiedlicher Diskurse unter den Perspektiven Theorie, Diskurs und Sujet zu befragen: Die Wechselwirkungen zwischen theoretischer Legitimationsstrategie und analytischer Praxis sind dabei neu zu bewerten. Außerdem geht es um eine Rückbesinnung auf die Quellentexte und deren editorische Aufarbeitung, um das ästhetische Selbstverständnis der Akteure präzise zu fassen. Wie schreiben sich literarische Stoffe in musikalische Strukturen ein? Und welche Zugriffe können über die traditionelle Programmanalyse hinausweisen?
(EUR 25.- zzgl. Porto)
