Thema: GRENZGÄNGE(R) UM 1800

DIE TONKUNST, Juli 2013, Nr. 7, Jg. 3 (2013), 144 Seiten

SALVATORE SCIARRINO (*1947) gehört fraglos zu den bedeutendsten Komponisten der Gegenwart. Insbesondere seine kammermusikalischen Werke zählen mittlerweile zum modernen Konzertrepertoire, aber auch seine mystischen Musiktheaterstücke haben den Weg auf die großen Bühnen genommen. Diesem Komponisten ein TONKUNST-Heft zu widmen, ist nicht nur angesichts seines letztjährigen 65-jährigen Geburtstages mehr als angemessen. Überdies soll sich das Heft mit jenen Aspekten seines kompositorischen Schaffens befassen, die bislang noch relativ wenig erschlossen sind. Dabei stehen einerseits Aspekte der Personalstilistik im Mittelpunkt, der sich Sciarrinos Sonderstellung unter den zeitgenössischen Komponisten verdankt, andererseits wird aber auch der Blick auf ästhetische Implikationen seiner Arbeit gelenkt. Im Zentrum stehen dabei Sciarrinos Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, seine Arbeit im Spannungsfeld zeitgenössischer kompositorischer Tendenzen, seine Vokalmusik sowie die Frage nach dem Umgang mit traditionellen, auch zyklischen Gattungen und Formen, etwa in den Flötenkompositionen oder Klavier-Notturni.


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