Thema: Spätlese: Köpfe und Jubiläen 2008

DIE TONKUNST, Juli 2025, Nr. 3, Jg. 19 (2025), 110 Seiten

Seine Spuren in der Musikhistoriographie des 19. Jahrhunderts hat Anton Friedrich Justus Thibaut (1772–1840) in mannigfacher Weise hinterlassen. Zum einen ist er heute als Kompilator einer umfangreichen Musikaliensammlung bekannt, die dank seines weitverflochtenen europäischen Netzwerkes auch von berühmten Zeitgenossen wie Mendelssohn, Schumann oder Goethe in Augenschein genommen wurde und aus der Thibaut mit einem von ihm selbst geleiteten Singkreis regelmäßig Stücke im privaten Rahmen zur Aufführung brachte. Zum anderen ist er als Verfasser der wirkmächtigen ästhetischen Streitschrift »Über Reinheit der Tonkunst« in Erinnerung, deren erstmaliges Erscheinen sich im Jahr 2025 zum zweihundertsten Mal jährt. Aus diesem Anlass wird sich das Juli-Heft der TONKUNST verschiedenen Facetten von Thibauts umtriebigem musikalischem Wirken widmen mit dem Ziel, nicht nur der Forschung zu seiner Person und seinem Umfeld, sondern auch zum Historismus in den Künsten des 19. Jahrhunderts neue Impulse zu geben.


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